Sanierung Freibad


Die Fliesen kommen als Erstes runter

Tonnenweise Schutt liegt auf dem blanken Betonboden verstreut und muss abtransportiert werden. Dafür wurde schweres Baumaterial und ein Bagger per Kran ins Becken gehievt. Zentimeter um Zentimeter werden nun Fliesen und Mörtel abgetragen, um die Tiefe des Beckens zu erhalten.

Weg mit den Überständen

Die Betonstufen, die den Rand des Mehrzweckbeckens umlaufen, werden Meter für Meter mit dem Presslufthammer entfernt. Schließlich soll hier bald die Edelstahlwanne Platz finden. Doch auch in ihr wird eine Stufe vorgeformt sein, denn diese bietet schließlich einen komfortablen Stand und dient damit der Sicherheit der Badegäste.


Wasser fließt durch neue Leitungen 

Das gesamte Mehrzweckbecken wird von Leitungen umlaufen. Die obere nimmt das Überlaufwasser auf und transportiert es zur Aufbereitung. Das frisch gereinigte Wasser wird durch die untere Leitung zurück zum Becken geführt. Hierfür sind etwa 350 Meter Rohrleitung nötig, die nun erneuert werden.

Löcher bergen Sicherheit

Die Kernbohrmaschine bohrt große Löcher in die Wände. Immer zwei nebeneinander. Hier werden später die Einstromdüsen für frisches Wasser sowie ein Teil der mehr als 20 Überwachungskameras angebracht.


Der Beckenkopf muss ab

Unter dem Beckenkopf versteht man das Bauteil zwischen dem Beckenumgang und der Wasserfläche. Hierzu gehören Überlaufkante, Handfasse, Rinnensystem und Rinnenabdeckung. Um dem neuen Edelstahlrand Platz zu machen, muss der alte Beckenkopf aus Beton komplett entfernt werden. Im Nichtschwimmerbereich haben zukünftig auf sechs Metern Länge der barrierefreie Ein- und Ausstieg sowie eine Treppe ihren Platz.

Eine Säge, härter als Beton

Um den Beckenkopf abtransportieren zu können, wird er mit einem hartmetallbeschichteten Sägeblatt längs und quer geschnitten. Die roten Kreise markieren Messpunkte für die weiteren Arbeiten. Hier heißt es genau sein, denn um für offizielle Wettkämpfe genutzt werden zu können, muss das Becken genau 50 Meter lang sein.

Schwerstarbeit auch für den Stärksten

Die Teilstücke des Beckenkopfs sind jeweils zehn Meter lang und wiegen rund zehn Tonnen. Für den Baukran ist das zu schwer, er könnte umkippen. Deshalb muss ein Spezialkran ran.


Kabelverteilerschächte

Viele hundert Meter Kabel sind für die Elektro- und Informationstechnik rund um das Mehrzweckbecken nötig. Pumpen und Beleuchtung brauchen schließlich Energie. Und die Sicherheitstechnik wird mit der schnellen Glasfaser angebunden. Dafür werden bunte Kabel und Leerrohre verlegt, die später unter der Erde verschwinden.


Winterpause


Nur ein paar Meter in Richtung Sportplatz

Mit einem Kran wird das Sanitätsgebäude samt Dach auf neue Fundamente gesetzt. So ist Platz für den neuen barrierefreien Einstieg ins Mehrzweckbecken. Im Gebäude selbst können Badegäste versorgt werden, die gesundheitliche Probleme haben. Erste Hilfe leistet das geschulte Aufsichtspersonal. Außerdem werden hier Materialien gelagert, die im täglichen Betrieb Einsatz finden.


Das neue Edelstahlbecken

Der Boden des Mehrzweckbeckens ist mit einer dicken Kiesschicht bedeckt. Er misst rund 1000 Quadratmeter. Diese Fläche kann natürlich nicht in einem Stück mit Edelstahl bedeckt werden. Statt dessen werden einzelne Platten verlegt und im Anschluss verschweißt. Der Boden ist genoppt und somit weniger rutschig.


Auslegen der Pflastersteine

Die neuen Pflastersteine werden um das Edelstahlbecken verlegt. Hierbei wird ein Blindenleitsystem (Pflastersteine mit Noppen) berücksichtigt und eingebaut. Außerdem entstehen neue Sitz- und Liegemöglichkeiten.


Einbau der Kameras für die Argusmatik

Die Argusmatik sorgt zusätzlich zur Aufsicht durch Personal für mehr Sicherheit. Die Unterwasserkameras des Ertrinkendenrettungssystems filmen das Geschehen unter der Wasseroberfläche, sodass das System in der Lage ist, reglos schwebende oder am Beckenboden liegende Personen zu erkennen. Erfasst die Software eine reglose Person unter der Wasseroberfläche, wird die Badeaufsicht durch den Funkempfänger per Alarmsignal informiert. So kann sofort eingegriffen werden.


Anstrich Sanitätsgebäude

Damit das Sanitätsgebäude zum Gesamtbild mit dem neuen Edelstahlbecken passt, erhält dieses einen neuen und modernen Anstrich. Im gleichen Design wurde auch der Aufsichtsturm angestrichen.


Anlegen der Pflanzenbeete

Nachdem die Pflastersteine ausgelegt sind, können die Grünflächen angelegt werden. Hierbei werden unterschiedliche Pflanzen und Büsche um das Edelstahlbecken eingepflanzt und ein Rollrasen verlegt.


Färbetest im neuen Edelstahlbecken

Zur Überprüfung des Wasserkreislaufs muss ein Färbetest durchgeführt werden. Dabei wird eine Farblösung entweder über eine Dosierpumpe oder einen Injektor in das Reinwassersystem der Wasseraufbereitungsanlage eingebracht. Vor der Durchführung des Tests wird der Chlorgehalt im Beckenwasser auf Null gesenkt. Nach Einbringung des Farbstoffes muss innerhalb von 15 Minuten eine vollständige und gleichmäßige Verteilung erreicht werden. Nur dann gilt der Test als bestanden.


Auslegen des Rollrasens

Um eine schnelle Begrünung zu erreichen wurden ca. 1400 m2 Rollrasen ausgelegt. Die Pflanzflächen für die Büsche und die Raseneinsaat wurden mittels Pflöcken und Draht abgegrenzt und somit vor unbeabsichtigtem Betreten geschützt.

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